Warum besucht man denn überhaupt ein Event? Laut Kevin Arenja – Keynotespeaker und Inhaber der Kommunikationsagentur KplusA sind das drei Faktoren: erstens die Menschen, die wir treffen, zweitens das Wissen, das wir mitnehmen, und drittens die Möglichkeit, dem Alltag zu entkommen.
Anhand dieser drei Faktoren entscheiden Menschen, ob ein Event ihre Lebenszeit wert ist. Denn oft konkurriert es mit anderen Ereignissen, die an dem Tag sonst möglich wären: Zeit mit den Kindern, ein produktiver Arbeitstag am Schreibtisch, ein wichtiges Meeting.
Am 30. September und 1. Oktober fand das Meet Germany Summit NRW in Dortmund statt. Ich bin gestern, also am 30.09., unsäglich früh aufgestanden und 185 Kilometer hin und zurück gefahren, um beim Forum dabei zu sein. Das ist eine Ausstellung mit Speed-Networking und Keynotes, die am ersten Tag des Summits stattfindet und dieses Jahr im Deutschen Fußballmuseum war. Hat sich das gelohnt? Das möchte ich hier anhand der bereits erwähnten Faktoren analysieren.
1. Die Menschen: Wer war dabei?
Natürlich die charismatische Tanja Schramm – CEO von Meet Germany – und ihr Team. Sie kümmerten sich liebevoll um Gäste sowie Aussteller und halfen beim Networking.
Kevin Arenja höchstpersönlich: Ich habe seine Beiträge auf LinkedIn über Eventpsychologie seit Monaten verfolgt. Seine Sympathie steckt an, noch bevor er anfängt, sein Wissen zu vermitteln.
Der liebe Michael Cordt, dem ich noch einmal persönlich fürs Interview über das darmstadtium danken konnte.
Und endlich traf ich in 3D Jürgen Schulte – Inhaber der Agentur vianovo und Leiter des IHK-Lehrgangs Eventmanager/in, den ich im Frühling (komplett online) absolvierte. Wir tauschten uns über Ideen und Eventformate aus. Auch Anke Meyer, die mit mir im Kurs war, lernte ich endlich „IRL“ kennen.
Barbara Govers (mit mir auf dem Bild), die bei Alpine Conventions Teambuildings mit gesellschaftlichem Mehrwert organisiert (Beispiele auf der Website).
Dazu andere Vertreter:innen von Locations so wie ich sie am liebsten mag: nachhaltig, aber auch mit dem Quäntchen extra.
2. Wissen: Was nehme ich mit?
Allein die Keynote war schon fast die Reise wert: Kevin zeigte uns, wie man Events vermarktet, um Teilnehmenden das Gefühl zu vermitteln, dass der „Return on Lebenszeit“ hoch sein wird. Denn Lebenszeit wird immer investiert, egal ob die Teilnahme null oder 1.000 Euro kostet. Dazu gab es auch konkrete Tipps, zum Beispiel zum Aufbau der Website und zur Kommunikation vor dem Event.
Nach der Keynote zeigte uns Sabine Mayer, wie man mit Take.AW.ai aus den Eindrücken der Teilnehmenden in Echtzeit (über Sprachnachrichten) Insights oder sogar Fragestellungen für die anschließende Diskussion generieren kann. Interaktiver geht es wohl kaum!
Auch die Geschichte von Nadine Härtinger, die trotz Verletzungen Wakeboard-Weltmeisterin wurde, machte Mut.
Neben den bereits erwähnten Locations lernte ich Bloxibit, eine nachhaltige Display-Lösung kennen.
3. Die Flucht aus dem Alltag: Inwiefern war der Tag einfach anders?
Nein, eine Tour durch das Fußballmuseum bekommt man nicht jeden Tag. Zwischen Speed-Networking und dem Mittagessen führte uns Thomas Mayor durch die Meilensteine der Fußballgeschichte und zeigte, wie eng diese mit der Geschichte Deutschlands und Europas verflochten ist.
Wenn es um die Flucht aus dem Alltag geht, gehört für mich auch das Thema Essen und Trinken zwingend dazu. Zum Frühstück und Mittagessen gab es liebevoll zubereitete Speisen, auch in ungewöhnlichen Kombinationen: Kurkuma auf Gnocchi? Überraschend lecker (provare per credere)!. Und der Frozen Cappuccino am Stand von KplusA? Okay, okay, die Jungs und Mädels wissen, wie man Leute anlockt.
(Funfact am Rande: Wusstest Du, dass das hier am Anfang eher ein Foodblog war?)
Außergewöhnlich war für mich auch, zur Abwechslung mal ein knallrotes Kleid anziehen zu dürfen (anstatt der lässigen Homeoffice-Outfits oder langweiligen Business-Casuals).
Fazit
War das also meine Lebenszeit wert? Das ist doch schwer zu sagen. Nicht, weil das Event die Erwartungen nicht übertroffen hat (Wer könnte das schaffen, wenn nicht die Meet-Germany-Truppe?), sondern weil die Konkurrenz groß war. Der Kindergarten meiner dreijährigen Tochter hatte AUSGERECHNET AN DEM TAG einen pädagogischen Tag. Ich hätte mir einfach eine schöne Zeit mit ihr zu Hause machen können, anstatt sie der Fremdbetreuung zu überlassen. Das legt die Messlatte für den „Return on Lebenszeit“ noch höher.
Mein Angebot an Dich
Wie Du siehst, ist es nicht einfach, ein Event zu organisieren, das die Zeit der Leute wert ist und es auch so zu kommunizieren. Das gilt schon für regionale oder nationale Formate, geschweige denn, wenn Gäste auch die Hürde eines Fluges und Sprachbarrieren auf sich nehmen müssen. Challenge Accepted: Hol mich doch gerne ins Boot, wenn Du Dein nächstes internationales Business-Event planst oder buche doch gerne einen kostenfreien Call, wenn Du eine ganz konkrete Frage hast – zum Beispiel eine passende Location suchst oder nicht weißt, wie „das mit den Sprachen und Kanälen“ funktionieren soll. Zusammen kommen wir bestimmt ein Stückchen weiter.





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