Seit einem Jahr bin ich stolze Besitzerin eines E-Bikes. In diesem Post stelle ich euch mein elektrisches Fahrrad vor, gebe euch ein paar Tipps, wie ihr ein E-Bike findet, das zu euch passt und verrate die schönsten Fahrradtouren in Italien.

„Das Fahrrad wird die Welt retten“: Das ist der Titel eines Artikels, der vor einem Jahr in der italienischen Tageszeitung „La Stampa“ erschienen ist. Darin nimmt der Autor Bezug auf das Buch „Bike Nation: How Cycling Can Save the World“, in dem der Guardian-Reporter Peter Walker die These formuliert, dass Radfahren die Welt zumindest zu einem deutlich gesünderen, saubereren und sichereren Ort machen und damit vielleicht sogar retten kann.

Das Fahrrad ist flexibel und befreit uns von Staus und Fahrverboten. In der Stadt entgehen wir mit den Rad dem Verkehr und sorgen außerdem dafür, dass es weniger davon gibt. Auf dem Land bietet das Radeln neue sinnliche Erfahrungen: Vom Sattel aus erlebt man die Schönheit der Natur ohne Filter, nimmt Gerüche, Geräusche und auch die Stille wahr – und kann sogar hier und da am Wegesrand von wilden Brombeeren naschen, wenn man möchte.

Und nun ist das Fahrrad sogar elektrisch … was will man mehr?

 

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Unser „normales“ Fahrrad…

 

Fährt sich wie von selbst …?

Erst vor Kurzem habe auch ich mir ein solches elektrisches Fahrrad gekauft, weil ich gerne kürzere Autofahrten vermeiden und längere Fahrradtouren machen möchte. Seitdem hat mich das Thema gepackt und ich habe angefangen, über E-Bikes zu recherchieren.

Zunächst möchte ich einen Mythos zerstreuen: Viele glauben, dass es sich beim E-Bike um ein Fahrrad für ältere Menschen handelt und dass man es einfach per Knopfdruck starten kann. Leider oder zum Glück trifft das so nicht zu.

 

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… und unser elektrisches Fahrrad!

Ein Sensor leitet die Informationen an ein Steuergerät weiter und sorgt dafür, dass der Motor nur anspringt, während in die Pedale getreten wird, um der Beinarbeit zusätzlichen Schwung zu verleihen. Über die am Lenker angebrachte Steuerung kann die Leistung des Motors an die jeweilige Strecke angepasst werden. Sobald die gesetzlich zulässige Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h für Fahrräder erreicht ist, schaltet sich der Motor automatisch ab.

 

 

Welches E-Bike passt zu mir?

Es gibt verschiedene Arten von E-Bikes für unterschiedliche Anforderungen:

  • Gut durch den Stadtverkehr kommt man mit einem E-Citybike, ein klassisches Stadtrad mit Schutzblechen, Fahrradleuchten, einem Gepäckträger hinten und/oder Fahrradkorb vorne.
  • Das E-Trekkingrad (oder Tourenrad) ist wie ein Citybike konzipiert, aber es auch für gemütliche Touren durch die Natur auch auf unbefestigten Straßen und Wegen außerhalb der Stadt durchaus geeignet.
  • Für Ausflüge in sehr unwegsames Gelände ist das E-MTB optimal: Die Gabeln sind gedämpft und gleichen die Unebenheiten des Bodens aus, es hat größere Räder und aus praktischen Gründen wird auf Beleuchtung und Schutzbleche verzichtet. Darüber hinaus gibt es auch Dreiräder mit Elektroantrieb oder elektrische Fahrräder, mit denen auch Kinder bequem transportiert werden können, sowie Lastenräder mit Anhängern aller Art.

Hat man sich erst einmal für ein E-Bike entschieden, das am besten den eigenen Interessen und Bedürfnissen gerecht wird, bleibt nur noch die Qual der Wahl, wohin man den neuen elektrischen Drahtesel ausführen möchte: In Radmagazinen oder im Internet finden sich zahlreiche Tipps für Radtouren in der näheren Umgebung und längere Radwanderungen, empfehlenswerte Routen und fahrradfreundliche Unterkünfte.

 

Mit dem Rad durch Italien

Norditalien lässt sich sehr gut mit dem Rad entdecken – hier findet ihr ein paar Empfehlungen für Radtouren und Radreisen:

  • elektrisches Fahrrad

    Limone sul Garda

    Auf der Fahrradroute Pustertal laden auf der Etappe von Innichen nach Bruneck Hofläden und Almen zum Einkaufen lokaler Produkte ein.

  • Im Hochabteital (oder ladinisch Alta Badia) bieten die Sigel „Bike Friendly“ und „Bike Expert“ Radtouristen, die gerne auf den Straßen oder mit dem Mountainbike unterwegs sind, die Garantie, dass sie ihre Touren mit dem Rad auch wirklich genießen können.
  • Am Gardasee wurde gerade erst die Route zwischen Limone sul Garda und Trient eröffnet: Der 2,5 Meter breite Radweg schwebt auf einer Metallkonstruktion spektakulär über dem Seeuferufer und verläuft parallel zur Staatsstraße.
  • Modena liegt nur 30 km von meiner Heimatstadt entfernt. Die Stadt organisiert ein Rad-Wochenende, bei dem man auf einer 35 km langen Tour gastronomische Spezialitäten der Gegend wie den Balsamico-Essig, den Parmigiano Reggiano und den Schinken aus Modena entdecken kann.

Auch im Süden Italiens finden sich zahlreiche Angebote für Radtouristen:

Von Trapani bis Agrigent führt eine 8-tätige Tour auf der sich kulturelle und gastronomische Highlights abwechseln. Die Route verläuft ausschließlich auf Nebenstraßen und Wegen, die mit Trekkingrädern befahren werden können. Die Tour macht an archäologischen Stätten Station und in ausgewählten Restaurants und Weingütern, wo man die besten sizilianischen Weine genießen kann.

Mir bleibt nur, euch viel Spaß beim Radeln zu wünschen … egal ob elektrisch oder ganz traditionell mit Muskelkraft!