(Die Teilnehmer*innen beim SpaCamp Online 2020. Foto: SC Quelle: https://www.spacamp.net/2020/11/ueberraschung-gelungen-spacamp-2020-setzt-auch-online-massstaebe)

Darauf hatte ich mich wie ein Kind gefreut: Das SpaCamp 2020 im Hotel EDELWEISS Mountain Resort in Grossarl bei Salzburg, organisiert von der gleichen tollen Truppe, die jedes Jahr das NaturkosmetikCamp auf die Beine stellt. Vom 9. bis 11. November, drei Tage geballter Wissensaustausch und Netzwerken mit Spa-Hotelliers und anderen Branchenexpert*innen. Für mich als Übersetzerin für die Kosmetik- und Wellness-Branche und als Spa-Fan klang das wie eine Verheißung – auf beruflicher UND privater Ebene. Außerdem wusste ich aus meiner Erfahrung als Teilnehmerin, Basic-Partnerin, Session-Leiterin und Mindmapperin beim NaturkosmetikCamp, dass The Camp Company es drauf hat.

SpaCamp 2020 goes online

Natürlich wurde meine Zuversicht, dass es mit einer Präsenzveranstaltung (trotz umfangreichem Hygienekonzept) im schönen Tirol klappen könnte, mit Beginn der zweiten Corona-Welle gedämpft. Als Mitte September die Info kam, dass auch das SpaCamp 2020 – wie das NaturkosmetikCamp 2020 – online stattfindet, war ich nicht besonders überrascht und freute mich über die Möglichkeit, das alles sicher und bequem von Zuhause aus belauschen zu können. (Übrigens, das Motto „Heimkommen“ stand schon vor Corona fest.)

(Hier meine Beiträge zum NaturkosmetikCamp 2017 bis 2020: https://saccanitranslations.com/category/naturkosmetik/naturkosmetikcamp/)

Programm-Highlights – auch online möglich

Dass Wolfgang Falkner und sein Team auch diesmal das Beste aus der Situation machen würden, war ja klar. Sie schafften es sogar, liebgewonnene Programm-Highlights aus den Präsenz-SpaCamps auf das Online-Format zu übertragen. Ein paar Beispiele:

Bei einem Präsenz-BarCamp haben die Partner beziehungsweise Sponsoren die Möglichkeit, ihre Produktneuheiten und Ideen im Ausstellerbereich zu präsentieren.

Und online?

Die Gold- und Premium-Partner RUCK, TAC, GHARIENI, FOREO, PINO und BABOR konnten sich am Montagmorgen bei Pecha-Kucha-Vorträgen (20 Folien, 20 Sekunden pro Folie) sowie im Spa-Market am Dienstagnachmittag präsentieren und anschließend in Breakout-Rooms Fragen von Interessierten beantworten.

Partner beim SpaCamp 2020. Quelle: https://www.spacamp.net/partner

Das andere, was bei einem BarCamp nicht fehlen darf und laut manchen Teilnehmer*innen beim NaturkosmetikCamp online im Juni zu kurz gekommen war, ist das Rahmenprogramm.

Beim SpaCamp gibt es traditionell Experience Sessions und Netzwerkveranstaltungen. Und auch da stellte man fest, dass vieles online ebenfalls geht. Am Dienstagnachmittag konnten die Teilnehmer*innen zwischen einer Qi-Gong-Session, einer bewegten Herz-Chakra-Meditation und einem Netzwerktreffen wählen.

Ich entschied mich für die bewegte Meditation, fand sie sehr effektiv und im Vergleich zu einer statischen Meditation in mancher Hinsicht einfacher (s. meinen Beitrag über Meditation). Vielen Dank, Nicole Praß-Anton, für die Leitung!

Im Folgenden habe ich die Impulse, die ich aus den Vorträgen, Partnerpräsentationen und den von mir gewählten Sessions gewonnen habe, zusammengestellt und in Themencluster aufgeteilt.

Entwicklungen in der Tourismusbranche in Coronazeiten

Dazu gab es am Montagvormittag einen Impulsvortrag von Tourismusforscher Holger Sicking (Österreich Werbung), in dem er Daten aus Umfrageergebnissen zum Wintertourismus präsentierte. Dieser sei für Spa-Hotels besonders wichtig, da oft der Skiurlaub mit einer Wellness-Auszeit kombiniert wird.

Dass die Branche nicht von einer so umsatzstarken Wintersaison wie in früheren Jahren ausgehen kann, ist ja klar. Allerdings sind die Buchungen insgesamt nicht so stark zurückgegangen, wie befürchtet, 35 Prozent der Winterbuchungen liegen schon vor.

Positiv anzumerken ist zudem, dass das Gesundheitsbewusstsein der Menschen während der Pandemie gewachsen ist, was die Nachfrage nach Wellnessurlaub sowie Outdoor-Aktivitäten zumindest mittelfristig in die Höhe treiben dürfte.

Jetzt bleibt zu wünschen, dass die Infektionszahlen weiter sinken, damit die Hoffnung auf Winterurlauber wiederkehrt.

Nachhaltiger Luxus – ein Widerspruch?

Um diese Fragestellung drehten sich ein Impulsvortrag von Johannes Mikenda, Spa&Sport Direktor im Schloss Elmau, sowie einige Sessions und Diskussionen im Anschluss.

Luxus und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen, ist eine Gratwanderung. Denn man möchte den Gästen nicht unbedingt die „Extras“ nehmen, die das Angebot im hochpreisigen Segment ausmachen, sei es der Top-Wein (der nicht unbedingt bio ist), der großzügig beheizte Pool oder die reichlich vorhandenen Handtücher im Spa-Bereich.

Denn einerseits hat die Coronakrise die Art verändert, wie wir Luxus definieren: Für viele ist Luxus jetzt einfach, Zeit an der frischen Luft verbringen zu können, Nähe und Geborgenheit zu spüren. Andererseits hat sie auch gezeigt, wie schwer wir uns mit Verzicht und (aus meiner persönlichen Sicht) absolut zumutbaren Einschränkungen unserer „Freiheit“ tun.

Andererseits berichteten Spa-Hotels auch positiv von kleinen Anpassungen, die gut bei den Kunden*innen ankommen, zum Beispiel:

  • Beleuchtung umstellen
  • Pool mit Holz beheizen
  • Verpackungen reduzieren (vor Corona, danach wurde es wieder schwierig)
  • Betten seltener machen bzw. nur, wenn die Gäste es wünschen
  • Einsparungen am Buffet, um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren – auch wirtschaftlich sinnvoll!
  • weniger Handtücher zur Verfügung stellen 

… oder doch lieber Klimaneutralität?

Wenn die oben erwähnten Anpassungen nicht möglich sind oder von der eigenen Klientel nicht gut angenommen werden, ist für viele Hotels die Kompensation von Emissionen, um klimaneutral zu handeln, eine gute Alternative (oder ergänzende Maßnahme).

Dies wird erreicht, indem man Zertifikate von Klimaschutzprojekten kauft. Am besten von denjenigen, die gleich mehrere Millenniumsziele erfüllen, sei es ein Wasserkraftwerk in Indien, das zur nachhaltigen Entwicklung der lokalen Community beiträgt, ein Aufforstungsprojekt in Lateinamerika oder ein Bienenprojekt in Bayern.

Eine Möglichkeit, die Emissionen auf diesem Wege zu kompensieren, bietet die Allianz für Entwicklung und Klima. Mehr dazu werdet Ihr in meinem nächsten Blogbeitrag lesen.

Wird die Klimaneutralität auch professionell und transparent nach außen kommuniziert, freuen sich die Hotelgäste, weil sie das Gefühl haben, zu etwas Gutem beizutragen.  

Mein Tipp: Kommuniziert das professionell in allen Sprachen. Am besten durch Übersetzer, die sich mit dem Thema auskennen!

Was ist für Dich denn Luxus? Auf welche liebgewonnenen Gewohnheiten möchtest Du auf keinen Fall verzichten? Schreib mir dazu einen Kommentar!

Storytelling und Social Media anno 2020

Das gute alte Motto „Tu Gutes und rede darüber“ gilt natürlich auch für die Spa- und Wellness-Branche und ist in der gegenwärtigen Krise aktueller denn je.

Doch, worüber kann man in Sozialen Medien schreiben, wenn das Hotel oder die Therme aufgrund der Maßnahmen geschlossen ist? Laut den Spa-Expertinnen Tanja Klindworth und Carin Stoppa ist es wichtig, sich auf die Zeit danach vorzubereiten, und in der Zwischenzeit die Gäste „emotional bei sich zu behalten“.

Zum Beispiel durch Bilder und Kampagnen, die das Bedürfnis nach Körperlichkeit und Selbstfürsorge warmhalten. Und dieses Bedürfnis dann auch zum Teil erfüllen, indem man DIY-Angebote für das Wellness-Programm zu Hause offeriert (Online-Shop aufbauen, um die Produkte zu verkaufen). Wie man die Produkte nutzt, könnte man bei Tutorials auf YouTube präsentieren, um Beratungsbereitschaft zu signalisieren.

Möglich ist auch, einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren und zu zeigen, dass man sich für die Zeit danach wappnet, zum Beispiel mit einem Umbau des Wellness-Bereiches.

Kommunikationsexpertin Sonja Theile-Ochel erklärte in ihrer Session, welche Kanäle sich für welche Aktionen am besten eignen und wie man Texten mit Bildern (am besten Slideshows) kombiniert, um bestimmte Gefühle zu wecken.

Mein persönliches Fazit zum SpaCamp 2020

Es war für mich ganz toll, gemütlich vom Home-Office aus in die Spa-Community zu schnuppen und mehr Einblicke in eine Branche zu gewinnen, die sich mutig den Herausforderungen unserer Zeit stellt. Ich überlege mir nun, einen Schritt weiter zu gehen und das SpaCamp mit einer Partnerschaft zu unterstützen. Denn ich finde, dass diese vorbildlichen und dynamischen Unternehmen es verdient haben, international erfolgreich zu werden und von einem Übersetzerteam betreut zu werden, das sich mit den Besonderheiten der Branche auskennt oder sich Zeit nimmt, mehr darüber zu erfahren.

Denn die internationalen Gäste werden wiederkommen. Es wird dauern, aber sie werden wiederkommen.

Wart Ihr auch dabei? Wie habt Ihr das erlebt? Schreibt mir einen Kommentar!

Und habt Ihr Interesse, Eure Produkte, Mehrwerte und Ideen professionell in allen für Euch relevanten Sprachen zu kommunizieren?

Dann habe ich gute Nachrichten für Euch: Ich habe beschlossen, mein Angebot für die Kosmetik-Branche auch auf die Teilnehmer*innen des SpaCamps zu erweitern! Mehr dazu unter: https://saccani-translations.com/naturkosmetik-gratis-uebersetzung-testen/