Den Februar mag ich schon viel mehr, obwohl ich kein Fan vom Valentinstag UND ein echter Karnevalsmuffel bin. Aber: Endlich sieht man ein bisschen das Licht am Ende des Tunnels. Licht überhaupt. Und Blumen: Schneeglocken, Krokusse, Winterlinge.

Auftragstechnisch ist der Februar für mich in der Regel der ruhigste Monat nach dem August. Was aber gar nicht so schlimm ist. Die längeren Tage geben mir die nötige Energie, um an meinem Business zu arbeiten: Ich bringe Auftritte und Profile auf Vordermann, nehme Kontakt zu interessanten Menschen auf und sondiere Möglichkeiten für langfristige Kooperationen. Nebenbei netzwerke ich hier und da, so wie letzte Woche bei Open Coffee in Maastricht. Nichts Spektakuläres, nur hartnäckiges Dranbleiben.

Seit ich Mama bin, ist mir eh selten langweilig. Im Februar hatte Mathildes KiGa neben den üblichen Krokusferien diverse „pädagogische Studientage“, an denen die Kinder zu Hause blieben. Das heißt, ich durfte sie an insgesamt acht langen Tagen zusammen mit ihrem Bruder zu Hause bespaßen. Das habe ich sehr genossen, fiel abends aber hundemüde aufs Bett.

Berufliche Highlights

Aber zuerst einmal „Back to Business“. Das waren im Februar die Highlights für mich und mein Unternehmen, mein allererstes Baby, das bald 12 Jahre alt wird (fast ein Teenie!):

Neuen Kunden gewonnen, yay!

Viel kann ich (noch) nicht verraten. Es geht um eine bekannte Premiummarke, die auf dem italienischen Markt expandieren und italienischer „klingen“ möchte. Challenge accepted! Das heißt, ich werde Texte erstellen, kreativ übersetzen und für den italienischen Markt anpassen dürfen.

Meine „kreativen Schreibmuskeln“ werde ich hier und auf Instagram trainieren und natürlich entsprechende Inhalte auf Italienisch lesen, um Inspiration zu finden. Die Aufregung ist schon groß.

Netzwerken: ausnahmsweise „vor der Haustür“

Natürlich freue ich mich schon auf die IMEX in Frankfurt und andere größere Events, die im Laufe des Frühlings stattfinden werden. Doch für den Moment genieße ich es, dass ich nicht immer weit fahren muss, um interessante Leute zu treffen. Zum Beispiel zu den Open Coffees, die in und um Maastricht (nur ca. 30 km von Genk entfernt!) stattfinden.

Am 20.02. war ich bei einem Treffen im Hotel Crowne Plaza dabei und freue mich sehr auf den nächsten Termin im März.

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Photo: Courtesy by Allison Klein

LinkedIn: noch eine Schippe drauflegen

Nach dem Meetup der Women in Events DACH mit der Kundenverblüfferin Sabina Kocherhans habe ich ein Coaching bei ihr gebucht und aktualisiere gerade meinen LinkedIn-Auftritt mit ihrer Unterstützung. Das Ziel? Eventplaner:innen dazu bringen, zu sagen: „Oh, mit der möchte ich unbedingt ein internationales Event organisieren!“.

Alles neu machte also der Februar: LinkedIn-Banner, Infobox, Tagline und ein ambitionierter Redaktionsplan – sei gespannt!

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Dolmetscheinsätze: neuropsychologische Untersuchung

Denselben italienischen Probanden, den ich im Januar bei einer neuropsychiatrischen Untersuchung unterstützt hatte, durfte ich diesmal zu einer psychologischen Untersuchung begleiten. Wir kämpften uns zusammen durch Formulare, in denen Fragen zu Symptomen – die zum Teil bewusst heimtückisch formuliert waren – beantwortet werden mussten. Solche Einsätze sind nicht ganz ohne, bieten aber ein schönes Kontrastprogramm zu internationalen Kongressen, Meetings usw., weil sie noch mehr meine Soft Skills fordern.

Private Ups and Downs

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Die Tage zu Hause mit den Kindern haben meine Kreativität beflügelt. Das kommt mir dann hoffentlich bei der Arbeit an meinem Business und für die Kunden zugute. Ich muss zugeben, dass ich die Zeit auch sehr genossen habe.

Dem Karneval konnte ich noch entkommen, aber das Kind nicht. Sie musste sich in der Woche vor den Krokusferien jeden Tag anders verkleiden. Was heißt „musste“? Nichts muss natürlich. Aber man möchte als Mama oder Papa doch nicht die Spaßbremse sein. Also her mit den verrückten Schuhen, Frisuren, Pullis und Farben. 

Den Valentinstag möchte mein Mann aus Prinzip nicht feiern, weil zu kommerziell und bla bla. Ich kann damit leben, habe mir jedoch einen kleinen Spaß erlaubt: Ein paar Tage vorher kaufte ich diese Ravioli ai 4 Formaggi in Herzchenform. Und nein, die habe ich nicht am 14.02., sondern ein paar Tage später mit Sahne und gerösteten Nüssen serviert.

Umbaustress

Die Pläne, das Haus aus den Sechzigern, in dem wir wohnen, umzubauen oder wenigstens zu restylen, laufen sehr mühsam. Die Kostenvoranschläge bereiten uns Herzrasen. Die Änderungen, die uns vorschweben, scheinen „schwierig“ und … genehmigungspflichtig zu sein. Das alles zermürbt mich.

Echt jetzt? Ist Umbaustress nicht DAS Luxusproblem schlechthin? Ja, eben. Es ärgert mich, dass es mich ärgert. Ich lasse mich von IG-Videos aus großen, modernen und minimalistisch eingerichteten Häusern triggern wie ein Teenie von Fitnessinfluencerinnen mit scheinbar perfekten Körpern. Hat die flämische Spießermentalität schon derart auf mich abgefärbt? (Sorry, lieve vlaamse vrienden!).

Nach meinem Empfinden investieren die Flamen sehr viel Zeit, Geld und Energie in ihre Häuser. Sie meckern über Umbauschwierigkeiten und ineffiziente Reinigungskräfte gefühlt so viel wie die Deutschen über die Deutsche Bahn.

Dennoch liebe ich vieles an unserem Haus, auch wenn es nicht mehr dem Zeitgeist entspricht: zum Beispiel die großen breiten Fenster, die an diesen ersten sonnigen Spätwintertagen wunderschöne Lichtblicke bieten.

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