Vom 7. bis 11. Oktober drehte sich in der rheinischen Metropole alles… ums Essen und Trinken. Die Anuga 2017, die weltweit größte Messe für Lebensmittel und Getränke öffnete ihre Türen für ca. 160.000 Besucher aus allen Ecken der Welt. Zu den Besucherhorden gehörten nicht nur Entscheidungsträger aus den Bereichen Nahrungsmittelgroß- und –einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie und andere Food-Experten, sondern auch drei wissbegierige Konferenzdolmetscherinnen: Alexandra Oks und Christiane Zender, zwei geschätzte Kolleginnen aus meinem Netzwerk, und meine Wenigkeit.

Da wir alle drei die Lebensmittelindustrie als thematischen Schwerpunkt haben und bereits Kunden aus den Bereichen Lebensmittelherstellung und Lebensmitteleinzelhandel,  u.a.  im Rahmen von Audits, Tagungen, Referenzbesuchen, Messen usw. betreuen konnten, wollten wir uns durch einen Besuch der Messe neue Trends entdecken und unseren Kenntnisstand updaten. Fortbildung auf einer kulinarischen Messe… hört sich doch gut an, oder?

Ein einziger Tag hätte selbstverständlich nicht gereicht, um die ganze Messe, mit ihren 7.400 Ausstellern aus verschiedenen Ländern zu besuchen. Und da wir bei unserer im Herbst hohen Auslastung nicht länger als einen Tag investieren konnten, beschlossen wir, im Vorfeld eine Auswahl zu treffen und nur Firmen anzusprechen, zu denen wir einen thematischen oder regionalen Bezug hatten. Auf unserer Liste standen sowohl Lebensmittelkonzerne als auch vielversprechende Startups. Genügend Zeit für spontane Besuche war auch eingeplant.

 

Im Rahmen unseres Besuchs der Anuga 2017 haben wir vieles gelernt, unter anderem:

 

Pumpernickel hat den Ruf, nur bei älteren Menschen beliebt zu sein. Bei der jüngeren Generation ist er nicht so angesagt. Zum Glück gibt es Unternehmen wie B.JUST.BREAD, die das Image des Pumpernickels durch die Entwicklung von ansprechenden, kompakten und zeitgemäßen Produkten verjüngen.

Biotonne war gestern. Die Firma Ökobilanz hat eine geniale Maschine entwickelt, in der Abfälle mittels Zusatz von Mikroorganismen (Hydrolise) in flüssige Stoffe gespalten werden und über den Abfluss entsorgt werden können. Dabei riecht die Abfallmasse nach… Marzipan. Das Konzept wird nun europaweit beworben.

– Wie ich schon in anderen Blogbeiträgen über andere Messebesuche berichtet habe, ist das Bewusstsein für ökologische, gesundheitliche und soziale Themen so groß wie noch nie. Infolgedessen bemühen sich die Hersteller, Konzepte zu entwickeln, die den neuen Anforderungen der Verbraucher gerecht werden.

– Entsprechend wird den Themen Rückverfolgbarkeit und Identifizierung der Waren, sowie transparenten Etiketten eine immer größere Bedeutung beigemessen. Auch in diesem Bereich mangelt es nicht an innovativen Konzepten.

Antihaft-Pfannen können Wunder wirken und richtig faszinierend sein. Das stellten wir bei einem Besuch des Standes von AMT Technologies fest.

Wir haben außerdem viele spannende Kontakte geknüpft, u.a. zu global tätigen Unternehmen, die gelegentlich Bedarf an qualifizierten, professionellen Konferenzdolmetschern für ihre Tagungen, Meetings, Schulungen, Audits und sonstige Veranstaltungen haben. Sehr gerne werden wir diese Unternehmen mit unserer Sprach- und Fachkompetenz beraten und unterstützen, damit sie mit ihren internationalen Kunden, Partnern und Mitarbeitern frei in der Muttersprache und nicht über eine Lingua Franca kommunizieren können.

Selbstverständlich werden wir auch an diese Kontakte denken und sie ins Spiel bringen, wenn in unserem Bekanntenkreis Interesse an ihren Produkten, Lösungen oder Stellenangeboten bestehen sollte. Denn letztendlich besteht wirksames Netzwerken aus einem Geben und Nehmen.

 

Unser Dream-Team auf dem Stand von Meat Promotion Wales

 

Ein Highlight unseres Rundganges war der spontane Besuch des Standes der walisischen Organisation Meat Promotion Wales (auf walisisch Hybu Cig Cymru), ein Stammkunde unserer geschätzten Kollegin, Erika Rubinstein. Wir durften dort köstliches, liebevoll zubereitetes Fleisch probieren. Und wenn ich, als nicht begeisterte Fleischesserin das sage…Außerdem wurde uns versichert, dass die Tiere ein glückliches Leben hatten.

Um 17.30 Uhr waren wir zwar hundemüde nach unserem Besuch, jedoch erfüllt und beflügelt von den vielen Eindrücken und spannenden Gesprächen.

Wir werden in Zukunft unsere Kooperation als Netzwerk ausbauen und strategische Partnerschaften zu spannenden Unternehmen, u.a. aus der Lebensmittelbranche, die zu uns passen, aufbauen. Bleibt auf dem Laufenden!